Mit viel Energie zum Befreiungsschlag
Auf das Regionalligateam des 1. Sonneberger Volleyballclub 2004 wartete ein anspruchsvolles Wochenende. Nach einigen Rückschlägen und Spuren einer intensiven Saison war die Auswärtsfahrt am Samstag nach Plauen alles entscheidend. Außerdem wartete beim Pokal-Halbfinale am Sonntag mit dem Thüringenlisten des VfB Suhl und den Drittligisten des VSV Jena die nächste Herausforderung.
Aber eins nach dem Anderen. Trotz zahlreicher Siege beim Abenteuer Regionalliga wuchs die Anspannung im Sonneberger Team in den letzten Wochen. Verletzungspech sorgte für Rückschläge, viele Auswärtsfahrten kosteten wertvolle Energie, der Druck stieg – schließlich verkürzten auch die abstiegsbedrohten Teams immer wieder den Vorsprung. Nur 2 Spiele hatte der SVC noch zu spielen – für ein Ende der Zitterpartie musste ein Sieg her, oder die anderen Teams mussten wichtige Punkte liegen lassen. Auf letzteres wollte man sich in Sonneberg nicht verlassen. Somit hieß es – absoluter Fokus auf SV 04 Plauen-Oberlosa. Als Zeichen dafür gaben die Spielerinnen bereits auf der Hinfahrt ihre Handys ab, potentielle Ablenkung wurde reduziert. Dem plötzlichen Regen beim Aktivierungsspaziergang wurde getrotzt, die verkürzte Hallengewöhnung auf Grund einer vorherigen Handballpartie sollte nun ausreichen. In der gut besuchten Kurt-Helbig-Halle sorgten die mitgereisten Anhänger der Spielzeugstädterinnen für gute Stimmung, die Mädels auf dem Feld waren absolut fokussiert. So hatten die SVC Mädels das Spiel in Plauen nahezu jederzeit unter Kontrolle, konnten immer wieder spektakulär punkten. Lediglich eine Schwächephase in Satz 2 brachte die Spielzeugstädterinnen kurz ins Schwitzen, bis Dunja Radenovic gegen Satzende 9 Aufschläge in Folge ins Spiel brachte und die Spielzeugstädterinnen all diese Chancen in Punkte umwandelte. Mit einem klaren 3:0 wurde ein Ausrufezeichen gesetzt und der Drucksituation stand gehalten. Was die Spielzeugstädterinnen zu Spielbeginn nicht wussten – mit dem Sieg von Markleeberg über die L.E. Volleys war bereits vor Anpfiff der Klassenerhalt gesichert – ausgelassen jubelten die Mädels über den vorzeitigen Erfolg im Abenteuer Regionalliga.
Mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen reiste das Team am Sonntag zum Pokalhalbfinale nach Suhl. Alle Thüringer Teams der Regionalliga und höherer Ligen steigen automatisch in den Pokalspielbetrieb im Halbfinale ein. In Erfurt trafen die Mädels der SG electronic, welche vor dem Aufstieg in die 2. Bundesliga stehen, auf den Ligakonkurrenten des SWE-Volley-Teams. In Suhl spielte der VfB Suhl als Sieger aller Teams bis zur Thüringenliga, der VSV Jena als Drittligist und der SVC gegeneinander – jeweils 2 Gewinnsätze. Bereits beim Auftakt Suhl gegen Jena kam es zu einer Überraschung, Suhl gewann 2:0. Genauso zielstrebig startete das Suhler Team, dass sich maximal als Außenseiter puschte gegen den SVC, hielt die Spielzeugstädterinnen immer wieder gut in Schach, spielte mutig auf. Dennoch konnte der 1. Sonneberger Volleyballclub 2004 mehr Disziplin aufs Feld bringen und setzte sich mit 2:0 durch – ein spannender Turnierverlauf. Im letzten Spiel des Tages merkte man dem VSV Jena an, dass sie das Spiel doch nicht ganz herschenken wollten. Sie bemühten sich gegen die Spielzeugstädterinnen, es entwickelte sich ein starkes Spiel auf beiden Seiten, diesmal der SVC in der Außenseiter-Rolle. Letztendlich waren die Sonneberger Mädels an diesem Tag souveräner auf dem Feld und besiegten die Drittligisten ebenfalls mit 2:0. Mit diesem Turniersieg qualifiziert sich das Team zum TVV-Pokalfinale im September gegen den SG electronic Erfurt. Voraussichtlich wird das Team aus der Landeshauptstadt dann in der Vorbereitung für die 2. Bundesliga stecken – aber – Herausforderungen mögen die Spielzeugstädterinnen.
Für den 1. Sonneberger Volleyballclub 2004 spielten: Dunja Radenovic, Fanny Gnade, Zorana Milutinovic, Anna Nürnberger, Elli Motschmann, Elisabeth Kolk, Kateryna Kalchenko, Charleen Knortz, Stella Schrüfer, Hannah Blechschmidt, Leni Fischer, Marie-Luise Lüdtke
Trainer und Betreuer: Christian Kökow, Peter Höhn, Antje Blechschmidt, Ramona Züchner
SV 04 Plauen Oberlosa – 1. Sonneberger Volleyballclub 2004 0:3 (14, 19, 16)
VfB 91 Suhl – 1. Sonneberger Volleyballclub 2004 0:2 (22, 25)
VSV Jena – 1. Sonneberger Volleyballclub 2004 0:2 (22, 20)
- Sonneberger Volleyballclub 2004 – Ein starkes Team für eine starke Jugend



